Das umstrittene GEG 2024 bleibt

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) fordert eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), aber nicht seine Abschaffung. Statt die Verunsicherung zu beenden, die dieses Gesetz für Haus- und Wohnungseigentümer, Vermieter, das Installationshandwerk und die Heizungsbranche ausgelöst hat, setzt die Politik ihre Eingriffe in die Wirtschaft weiterhin ungehemmt fort. Die Koalition aus CDU und SPD kann sich auf keine klare Linie einigen, und auch eine stabile Regierungsbildung ist noch immer nicht erreicht. Statt konkrete Lösungen zu bieten, wird weiter verschleppt, blockiert und mit überzogenen Gesetzesvorhaben die Branche belastet. Das GEG, das als Leitlinie für die sogenannte „Wärmewende“ hochgehalten wird, hat binnen weniger Jahre die Baubranche nahezu lahmgelegt. Statt zu einer nachhaltigen Energiewende beizutragen, hat es vor allem Verwirrung und Stillstand erzeugt.

Beispielsweise stehen Hausbesitzer vor dem Problem, dass Heizsysteme umgerüstet werden müssen, aber keine praktikablen oder finanzierbaren Alternativen existieren. Die Handwerksbetriebe kämpfen mit einem Mangel an Fachkräften und zu unklaren gesetzlichen Vorgaben, was zu einer Verlangsamung der Umsetzung führt. Besonders dramatisch ist, dass viele Unternehmen, die sich auf die Installation neuer Heiztechnik spezialisiert haben, aufgrund der unstetigen politischen Entscheidungen kaum Planungssicherheit haben. Die Preise für Heizsysteme steigen, ohne dass die versprochenen Fördergelder ausreichend fließen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach neuen Heizungen zurück, weil viele Verbraucher verunsichert sind, welche Systeme künftig noch zugelassen werden. Das Gesetz wirkt wie eine Hemmschwelle für die eigentliche Wärmewende und führt zu weiteren Verwerfungen auf dem Markt. Anstatt mit klaren, umsetzbaren Vorschriften den Wandel zu beschleunigen, führt die Politik zu einem „Regulierungsdschungel“, der niemandem hilft – weder den Verbrauchern noch der Industrie.